Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm! Meine Taube in den Schlupfwinkeln der Felsen, im Versteck an den Felsstufen, laß mich deine Gestalt sehen, laß mich deine Stimme hören! Denn deine Stimme ist süß und deine Gestalt anmutig!

Hohelied 2,14

Oft hatte die Braut im alten Israel ihren zukünftigen Ehemann noch nie vorher gesehen, sondern nur vom Diener etwas über ihn erfahren. Dies gilt auch für die Braut des Messias. Wir haben Yeshua nicht gesehen, aber G”TTes Helfer, der Heilige Geist, hat ihn uns geoffenbart. Wir lieben unseren Bräutigam, obwohl wir ihn nicht gesehen haben, wie es in 1.Petrus 1,8 ausgedrückt wird:"Ohne ihn jetzt zu sehen, aber voller Vertrauen in ihn, seid ihr erfüllt mit Freude, die herrlich ist über alle Worte."

Wer ist sie, die da hervorglänzt wie die Morgenröte, schön wie der Mond, klar wie die Sonne, furchterregend wie Kriegsscharen ?

Hohelied 6,10

Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und in Erbarmen, ja in Treue will ich dich mir verloben; und du wirst den H”RRN erkennen.

Hosea 2,21-22

Eine Braut im alten Israel hatte keine Ahnung, an welchem Tag oder zu welcher Stunde ihr Bräutigam zu ihr zurückkehren würde, um sie ins Hochzeitsgemach zu bringen. Es war der Vater, der darüber entschieden hat, wann alles für die Hochzeit bereit war.

"Doch wann jener Tag und jene Stunde kommen, weiß niemand-nicht die Engel im Himmel, nicht der Sohn, nur der Vater.”

Markus 13,32

Ein jüdischer Bräutigam kam zu seiner Braut normalerweise spät in der Nacht, beinahe zur Mitternacht. Dann schallten Schofarhörner durch die Nacht. Rufe waren in den Straßen zu hören und eine Prozession mit Fackelfeuern schlängelte sich durch die Stadt zum Haus der Braut. Das hebraeische Wort für Braut ist ”Kallah”.

Im Gleichnis von den zehn Jungfrauen lesen wir über die Rückkehr des Bräutigams: "Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen!"

Matthäus 25,6

"Höre, Tochter, sieh und neige dein Ohr: Vergiss dein Volk und dein Vaterhaus! Den König verlangt nach deiner Schönheit; denn er ist dein H”RR, und du sollst ihm huldigen."

Psalm 45,11

Wenn die Braut im alten Israel hoerte, daß ihr Bräutigam kam, bereitete sie sich darauf vor, eine Brautsänfte zu besteigen. Sie wird im hebräischen “Aperion” genannt. Im Hohelied wird diese Sänfte auch erwähnt.

Der König Salomo ließ sich eine Sänfte machen aus Holz vom Libanon. Ihre Säulen machte er aus Silber, ihre Lehnen aus Gold, ihren Sitz mit Purpur bezogen, ihr Inneres mit Ebenholz eingelegt.

Hohelied 3,9+10

Die Prozession bewegte sich zurück zum Haus des Bräutigams mit der Braut in der Sänfte und begleitet von Musikern, Sängern, Tänzern, Freunden, Familie und Brautbegleitern, die Fackeln trugen.

Die Braut war verschleiert, und der Bräutigam warf einen Blick in die Sänfte und unter den Schleier, um sicher zu gehen, dass er die richtige Braut hatte, diese Zeremonie heißt "bedeken". Dieser Brauch geht auf die Geschichte von Jakob und Rachel zurück.

Die Braut hatte ihr schönstes Kleid an, ausgeschmückt mit Juwelen.

Leg mich wie ein Siegel an dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Denn stark wie der Tod ist die Liebe, hart wie der Scheol die Leidenschaft. Ihre Gluten sind Feuergluten, eine Flamme JHWH’S.

Hohelied 8,6

 

Texte z.T. aus “Die jüdische Hochzeit” von Jamie Lash

Braut und Bräutigam an der Klagemauer

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